Sonntag, 2. September 2007

Ein Lacher…mit wahrlich bitterem Beigeschmack

weltraum

Statistisch gesehen lacht jeder Erwachsene durchschnittlich 15 Mal pro Tag. Kinder sogar bis zu 400 Mal. Und das ist gut so, denn lachen ist bekanntlich die beste Medizin – heilt Leib und Seele. Eine zünftige Portion Gaudi kann also nicht schaden. Ganz im Gegenteil. Und deshalb dieser Eintrag. Denn: Was zum Schmunzeln soll er ja auch bieten, dieser Blog. Nur, „wo ischen dor witz, die Pointe?“, werden viele jetzt schimpfen. Ruhig Blut, die kommt jetzt – und der bittere Beigeschmack inklusive.

Ich möchte ja nicht behaupten, der italienischen Sprache in selbigem Ausmaße mächtig zu sein wie der deutschen – ist ja immerhin meine Muttersprache, die deutsche. Ganz im Gegenteil. Nach 13 Jahren imperfetto, Dante und Petrarca ist das „fremd“ aus dem Etikett „Fremdsprache“ immer noch nicht verschwunden. Teilerfolge? Kaum. Gut, ich spreche zwar nicht von der „großen Karpfen-Arche“ oder der rund um die Uhr geöffneten „amerikanischen Stange“, wenn ich einen „ampio parcheggio“ oder die „american bar“ meines Ferienhotels meine, aber die einen oder anderen – kleinen wie großen – sprachlichen Schwierigkeiten sind geblieben. Und die werden wohl auch bleiben. „Richtig sou!“, schreien die einen, „Pech gehabt“, bedauern die andern. Nur so viel: Ich gehör zu letzteren. Und da gibt’s auch nichts zu lachen. Punto e basta. Nur gut, dass die folgenden Zeilen nicht von mir stammen. Wohl auch von keinem anderen Südtiroler, dem die Chancen und Möglichkeiten, welche ihm durch das Erlernen einer zweiten oder dritten, in Südtirol bevorzugt „fremden“ Sprache geboten werden, in diesem Land verwehrt blieben und bleiben. Vielen Dank. Aber wisst ihr was? Ich lach trotzdem. Und nicht bloß über diese – nicht menschlichen, sondern online-Sprachtools zu verdankenden – Übersetzungsfehler…
Bitte, zuerst die italienische, dann die deutsche Version.

Euer Hockerrudel
Anonym (Gast) - 20. Sep, 08:50

eine klasse, zwei sprachen

stimmt absolut. und ist eigentlich alles andere als zum lachen...in der wissenschaft ist man sich schließlich auch schon des längeren einig, dass mehrsprachiges aufwachsen kindern zu gute kommt. siehe folgenden Artikel (Quelle: ff vom 16.08.2007):
http://www.social.bz.it/pressarchive.php?art_id=47189

Nicht der flor (Gast) - 21. Sep, 12:14

"Das Letzte"

Hauptsache nirgends taucht das Unheil bringende und die deutsche Sprache regelrecht in der Luft zerfetzende Wort IMMERSION auf...wie es der flor in der Tageszeitung schön auf den Punkt bringt.

Immersion (Quelle: Wikipedia):

Die Immersionsmethode (lat., immersio: Eintauchen, daher auch deutsch „Sprachbad“) ist eine Methode die bei Kindern angewandt wird, um sie eine zweite Sprache so gut zu lehren, dass diese wie ihre eigentliche Muttersprache benutzt werden kann. Die Methode basiert auf Immersion_(Erziehung), einer Lernsituation, während der Inhalte in der Zweit- oder Fremdsprache vermittelt werden.

Bob (Gast) - 16. Okt, 21:34

Ich finde ja die "Großer Karpfen-Arche" ist der absolute Knüller. Wie soll hier ein deutscher Gast ahnen, dass es sich um den großen Parkplatz handelt?

Übrigens das Wort wurde aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und wenn man in Englisch die falschen Leerzeichen macht wird daraus: carp arc

Ein Karpf (Gast) - 16. Okt, 22:06

Der Lachmuskel dankt

Stimmt, Bob - auf dies ist dieser fehler zurückzuführen...hab mich auch schon nach dem Grund für diesen einmaligen Übersetzungsknüller umgeschaut und mir kam nur diese Möglichkeit in den Sinn...Trotzdem: Der Lachmuskel dankt.
bye, bye
Peter (Gast) - 10. Nov, 16:42

Internet, wie es leibt und lebt!

Einfach köstlich, was uns da der "Babelfish" oder irgend ein online Übersetzungsdienst präsentiert.

Ein Beispiel, das mir wieder einmal deutlich vor Augen führt, wie weit sich das weltumspannende digitale Netz bereits entwickelt hat. Geboren als Informations- und Kommunikationsplattform entwickelt sich das Internet durch immer mehr und besseren interaktiven Anwendungen zu einer 2. (virtuellen) Gesellschaft. Google, Myspace, Youtube und Second Live sind weitere Beispiele.

Was ich daran so toll finde ist, dass ich Individuum aktiv daran teilnehmen kann. Ich kann es auch mitgestalten und zusehen wie es sich weiterentwickelt und wächst.

Das was uns hier Hockerrudel zeigt ist in meinen Augen vergleichbar mit den ersten Sprechversuchen von kleinen Kindern. "Oanfoch liab" oder "zin knutschn", wie wir deutschsprachigen Südtiroler Erwachsene sagen würden.

HINTERZIMMER

des Antechambre: www.kulturplatz.eu

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hockerrudel - 13. Mai, 22:54

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